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Foto © Sven Kisker

Meraner Höhenweg - M

Meraner Höhenweg vom 1.8. bis 6.8.2012

Problemlos erreichte unsere Reisegruppe mit Zug und Bus den Ausgangspunkt unserer Unternehmung bei der Talstation der Hochmuth Seilbahn, wo wir mit dem Rest der Gruppe zusammentrafen.
Nunmehr, mit 10 Personen komplett, verkürzte uns die Seilbahn den Aufstieg zur Bockerhütte 1700m auf 2,5 Std. Höhenwanderung. Die Ankündigung, im Lager unter dem Hüttendach zu verbringen, nahmen wir notgedrungen gelassen hin. Irgendetwas in der Kommunikation war im Vorfeld schiefgelaufen.
Na ja, die 1. Nacht verlief erstaunlich erholsam und am Morgen konnten wir ausgeruht in die Hochnebelwelt der Spronser Seen starten.

Nach kurzer Rast am Oberkaser 2131m schlängelte sich der Steig am Grünsee und Schiefersee vorbei auf den historischen Übergang des Spronser Joches 2581m. Die lang verdiente Rast mit wärmenden Sonnenstrahlen legten wir auf dem Faltschaljöchl 2417m ein.
Gestärkt wanderten wir durch das gleichnamige Tal nach Pfelders 1628m, zu unserem gastlichen Hotel Pöhl hinunter, nicht ohne uns auf der blumengeschückten Faltschnalalm 1871m mit Capucino und Kuchen zu stärken. Glimpflich verlief der heimtückische Luftangriff eines „Texelgeiers" auf drei Mitglieder unserer Wandergruppe.
Gut vorbereitet an Körper und Geist starteten wir am folgenden Morgen zur langen „Königsetappe" über das Eisjöchl 2895m zum Eishof 2075m im hinteren Pfossental. Immer wieder hüllten sich die Berge in Nebelfetzen, doch selten streifte uns ein kleiner Schauer um unsere heiße Stirn zu kühlen. Nach gut 4,5 Std. und 1247 Höhenmetern schmeckte die kräftige Knödelsuppe auf der Stettiner Hütte 2875m besonders gut.
Auf den rund 800 Höhenmetern zum gastlichen Eishof hinunter sorgten immer wieder Einblicke in die wilde Gebirgslandschaft der Texelgruppe für Abwechslung.
Auch der Eishof war gut belegt und wir fanden gemäßigte Nachtruhe im von Waltraud zugewiesenen Lager.
Wenigstens eine vielbegehrte, warme Dusche befreite die müden WandererInnen vom Tagesschweiß.
Am vierten Tag bummelten wir geschwätzig zur Jägerrast 1693m hinunter, ehe ein schönes Teilstück des Meraner Höhenweges unsere Aufmerksamkeit verlangte. An Katharinaberg hoch vorbei, gelangten wir nun schon etwas ausgezehrt zur ersten, sonnigen Tagesrast auf der Aussichtsterrasse vom Lint Hof 1484m.
Die letzte Stunde zum adlerhorstmäßig gelegenen Pirchhof 1445m in der Nachmittagssonne war nur noch ein „Kinderspiel". Begeistert haben wir von den alten Bauernschlafzimmern in den windschiefen Nebengebäuden für eine Nacht Besitz ergriffen. Bei milden Abendtemperaturen ließen wir den Tag auf der Terrasse mit Gitarrenklang und Liedern auf Resis Geburtstag ausklingen.
Die Sonne lockte uns schon kurz vor 8 Uhr auf den Steig durch die kurzweilige „1000-Stufen-Schlucht" hinüber zum betriebsamen Giggelberg 1565m. Nach einer kleinen Stärkung tauchen wir wieder ein in die wilde Hanglandschaft der südlichen Texelgruppe. Nochmal müssen auf dm Hochganghaus und der Leiteralm die Energiereserven aufgetankt werden ehe uns der luftige Panoramaweg, hoch über dem Meraner Becken
zu den Muthöfen hinaus leitet. Nur noch kurz gilt es die steilen Wiesenleiten zum Talbauer hinunter zu steigen und schon können wir uns frisch renoviert auf das Abendmenü auf der Aussichtsterrasse stürzen.
Inspiriert durch das Lichtermeer unter uns klingen bei mundigem Rotwein unterm Sternenzelt langsam die anregenden Gespräche aus.
Im Morgenlicht des neuen Tages, frisch gestärkt und ausgeschlafen nehmen wir frohgemut die letzten 800 Höhenmeter nach Dorf Tirol hinunter unter die nun schon geübten Fußsohlen, ehe uns verschiedene Rückwege trennen. Für die Bahnfahrer geht es auf der subtropisch bepflanzten Tappeiner Promenade hinein in den städtischen Trubel der charmanten südtiroler Alpenmetropole Meran.
Unvergessliche Tage haben wir im Gepäck mit nach Hause, die noch lange in uns nachklingen werden.

 

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Veröffentlicht : 26. September 2012