Montrego - Peter Birle - Herzlich Willkommen

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Foto © Sven Kisker

Alpenüberquerung - M

Vom Paznauntal in den Vinschgau
Freitag 7.9. bis Montag 10.9.2012

Gerade rechtzeitig bildete sich eine stabile Hochdrucklage um 5 WandererInnen makellose Bergwandertage zwischen Verwall und Ortler zu schenken.
Die gastliche Heidelberger Hütte 2264m liegt schon in der Schweiz und glänzt mit guter Küche, die wir nach 2,5 Std. gemütlichen hineinwanderns ins Fimbertal von der Bodenalpe 1842m aus erreichten. ...

Ausgeruht und vom reichhaltigen Frühstücksbuffet gestärkt gehen wir bei einem glasklaren Morgen die knappen 400 Höhenmeter zum uralten Übergang, dem Fimberpaß 2608m an. Kurzweilig schlängelt sich der Bergweg zum Weiler Griosch 1817m, mit Pflichteinkehr in einer wieder ganzjährig, von einem idealistischen Paar bewohnten einfachen Hütte hinab. Capuchino und Bio-Bier aus dem nahen Tschlin gaben die nötige Energie zum Talhatscher durch das Val Sinestra hinaus zur Fraktion Vnà 1602m. Hier empfängt uns schon die typische engadiner Architektur mit wuchtigem Mauerwerk, kleinen Fenstern und grafitigeschückten Fassaden. Das 400 Meter tiefer gelegene unterengadiner Dorf Ramosch 1231m mit rund 350 Seelen ist bald auf einem Wald- und Wiesenweg erreicht. Motiviert durch die vielen frisches Wasser spendenden Dorfbrunnen gelangen wir zum Hotel „La Randolina" am Ortsrand. Die müden Glieder kommen nun in der Dusche zu ihrem Recht und am Abend verwöhnt uns die Küche mit ungewöhnlich schmackhafter, vegetarischer Kost.
Wieder liegt ein voller Wandertag vor uns, den wir gestärkt mit Köstlichkeiten vom Frühstücksbuffet angehen. Zunächst steigen wir durch das verschlafene Dorf unter der Burgruine „Tschanöff" vorbei zur Holzbrücke über den jungen Inn bei Sur En 1121m hinunter. Das anfangs schattige und enge Val d Uina nimmt uns auf ehe es zur Mittagsrast bei der Alm Uina Dadaint 1783m wieder lieblicher und weiträumiger wird. Danach dauert es nicht mehr lange bis sich der Steig auf künstlicher Trasse, hoch in der Felswand, über schäumenden Wassern den Weg zu den Almböden von Sursaas 2150m und dem Grenzübergang beim Schlinigpaß 2309m bahnt. Schon weitet sich der Blick auf die schimmernden Eisfelder der Ortlergruppe und die hübsch gelegene Sesvennahütte 2256m nimmt uns auf.
Verlockend ist es, am jungen Tag noch auf die nahe Rasass Spitze 2941m zu wandern, ehe zunehmende Quellbewölkung die Sicht einschränkt. Nach kurzer Mittagsrast auf der Hütte nehmen wir zufrieden Abschied und steigen nach Schlinig 1739m im Vinschgau hinunter. Die Zeit wird knapp und so bemühen wir ein Taxi um die Anschlüsse in Burgeis und Nauders zu erreichen.
Nach 4 erlebnisreichen, eindrucksvollen Tagen kehren wir gesund und erfüllt in den Alltag zurück.
Allegra!!!

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Veröffentlicht : 26. September 2012